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Herkunft der Runen

Die Herkunft der Runen ist nach wie vor nicht vollkommen geklärt und wird in der Forschung seit mindestens einem Jahrhundert und noch immer heiß diskutiert. Mittlerweile haben sich drei Theorien herausgebildet, die jedoch allesamt nicht über den Status einer These hinauswachsen konnten: Für jede der Theorien gibt Hinweise, die dafür sprechen, aber auch Lücken, die im schlimmsten Fall das gesamte Konstrukt in sich zusammenfallen lassen.

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Gunnlaugs saga ormstungu

Titel auf Deutsch:
Entstehung:
Genre:

Die Saga von Gunnlaug Schlangenzunge

1270-1280

Skaldensaga


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Die mythologische Herkunft der Runen

Die Schrift eines Volkes auf eine übernatürliche Herkunft zu beziehen, ist bei den Germanen kein Einzelfall: Auch Ägypter, Griechen und Chinesen verbreiteten Geschichten darüber, wie ein Gott die Schrift erfunden und geschaffen hätte. Bei den Germanen ist dieser Gott Odin.
In der germanischen Kultur ist dieser Gott Odin, hat im Gegensatz zu den drei genannten Kulturen die Runen allerdings nicht geschaffen. Sie existierten bereits, waren bereits da, während er sie lediglich durch ein Selbstopfer erfuhr und vollständig begriff. Dieser Mythos muss bei den Germanen weit verbreitet gewesen sein, denn wir finden Hinweise darauf nicht erst im berühmten Hávamál aus dem mittelalterlichen Island, sondern bereits auf einigen Runenfunden der älteren Periode.

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Die Sprache der Inschriften

Es ist schwierig, die Sprache der Inschriften zu beurteilen. Das liegt vor allem daran, dass wir von diesen Sprachen in dieser Epoche derart wenige Zeugnisse haben, dass die Grenzen zu den Nachbarsprachen mitunter fließend verlaufen. Häufig muss deshalb auf Begrifflichkeiten zurückgegriffen werden, die sehr allgemein sind (»germanisch«) und unter denen man sich mitunter nicht sehr viel vorstellen kann. Viele Problematiken rühren daher, dass kategorisiert werden soll, wo nur schwer kategorisiert werden kann, weshalb sprachliche Übergruppen gebildet werden müssen.

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Verbreitung der Runen

Runen finden sich im gesamtgermanischen Raum, wenn auch jeweils zu etwas unterschiedlichen Zeiten. Dabei kann ihre Reise – zumindest wenn es um das jüngere Futhark geht – teilweise an den Fahrten der Wikinger nachverfolgt werden. Dies gilt natürlich nur für die losen Gegenstände, die teilweise weit transportiert wurden, während die berühmte skandinavischen Steinsetzungen ortsgebunden waren.
Sowohl die hunnischen (altungarischen) als auch türkischen »Runen« haben mit den germanischen Runen nichts zu tun.

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Was ist hier auf Eichenstamm los?

Seit März ist auf der Seite nichts mehr erschienen, schon vorher war mein Engagement maximal als dürftig zu bezeichnen. Jetzt hatte ich endlich die Motivation, um zumindest insgeheim und offline wieder ein bisschen Vorarbeit zu leisten, doch vermutlich wird es bis zu meiner Rückkehr doch noch ein bisschen länger dauern.

Höchste Zeit, euch mal kurz auf den letzten Stand zu bringen und zumindest zu erklären, warum ich nun so lange inaktiv war (und voraussichtlich bleiben werde).

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Allgemeiner Überblick

Runeninschriften treten bereits im älteren Futhark in sehr unterschiedlichen Längen auf: Von Einwortinschriften (meist ein Name) bis hin zu längeren Steinritzungen wie etwa auf dem Stein von Eggja mit 192 Runen ist alles dabei. Während bei solchen langen Inschriften auf freistehenden Steinen die Bezeichnung „Mitteilung” noch durchaus zutreffen mag, ist es bei vielen anderen Funden durchaus fraglich, inwiefern sie „mitteilsamen” Charakter haben (vgl. Düwel, S. 11): Auch diese Beobachtung spricht durchaus für die im zweiten Artikel angesprochene These, dass es sich bei Runen um eine Kult-, nicht um eine Gebrauchsschrift handelt.
Bei einigen Inschriften muss man sich gar fragen, ob sie überhaupt für das Auge fremder Personen gedacht waren, insbesondere dann, wen man von Inschriften spricht, die sich auf der Unterseite von Grabsteinen befinden (wie man es etwa für die Grabplatte von Kylver vermutet) oder von Broschen, deren Inschriften und Widmungen stets auf der Rückseite angebracht sind. Düwel nennt als Grund hierfür allerdings ausdrücklich den Platzmangel auf der Vorderseite wegen der dort angebrachten Ornamentik. Inwiefern man bei solchen Funden also von magischen Schutzformeln oder profanen Widmungen ausgehen muss, kann nicht abschließend geklärt werden.

Machen wir allerdings einen Schritt zurück und betrachten, was Runen überhaupt sind.

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Artikel: Fehu

Die neue Unterseite zu Fehu wurde online geschaltet. Dort findest du Informationen zur sprachlichen Herkunft der Rune, zu möglichen Ableitungen der Zeichenformen, Interpretationen der Bedeutung sowie Runen, die mit Fehu in Verbindung stehen können.

 

 

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Vorgängerrunen und vorrunische Kultzeichen

Schon lange bevor die Germanen die Runenschrift entwickelten, sind für den nordgermanischen Raum Zeichen belegt, die gewisse Gemeinsamkeiten mit den Runen haben und sich teilweise in der Form ähneln. Diese Zeichen finden sich vor allem auf Felsplatten in Skandinavien wie in Südschweden und Südnorwegen, und entstammen der Bronzezeit, etwa von 2.000 bis 500 v. Chr. In Schweden sind sie unter dem Namen „hällristningar“, „Felsplattenritzungen“ bekannt. Ihr eigentlicher Charakter – magische Bilder, profane Zeichen oder „Zufallsfiguren“ (Krause) – ist allerdings nicht vollkommen erschlossen, auch wenn die Forschermeinung mittlerweile in eine Richtung tendiert.

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Runen als Kultschrift

Wie im letzten Artikel bereits erklärt, kann unter den Schrifttypen zwischen Kult- und Gebrauchsschrift unterschieden werden. Diese Frage ist keineswegs schmuckes Beiwerk und an sich unwichtig, sondern leitet vielmehr die gesamte Fragestellung nach der Bedeutung der Runen ein: Waren Runen magische Schriftzeichen, mit denen Schutzzauber und Flüche gewirkt werden konnten, oder sind sie als Schrift ebenso banal wie unser heutiges Alphabet, das lediglich dazu dient, Worte und Gedanken zeitlich zu fixieren und damit Erinnerung zu ermöglichen?

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass die Runenschrift schon sehr früh sowohl für kultische als auch für profane Zwecke verwendet wurde und wir Beispielfunde für beide Seiten haben. Diese Interpretationen sind allerdings in keinem Fall vollkommen sicher, denn insbesondere Runeninschriften des Älteren Futharks zeichnen sich durch Kürze und Knappheit aus, häufig bestehen sie etwa nur aus einem Wort oder Namen, an den noch ein „machte” angehängt wird: „Naþijo machte” (Schildfessel 2, Illerup, Dänemark) – handelt es sich hierbei schlicht um das stolze Vermerken, das Schmuckstück hergestellt zu haben, oder liegt dem Aufschreiben des eigenen Namens eine magische Handlung zugrunde?

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Die Bedeutung einer Schrift

Schrift ermöglicht es, Gedanken und Gesagtes in einer Form festzuhalten, die die Zeit überdauert und vom „Sender” losgelöst an jedem erdenklichen Ort rezipiert werden kann. Für Menschen oder ein Volk, das vor allem mündlich geprägt war, muss diese Möglichkeit magisch gewirkt haben: zeitlich und örtlich Begrenztes wird unbegrenzt. Vielleicht ist das einer der Gründe dafür, warum in vielen Kulturen Götter als Urheber der Schrift gelten, wie etwa Odin in der nordischen Mythologie (wenngleich er die Schrift nicht erfunden, sondern lediglich empfangen hat).

Das Alter der Schrift allgemein kann nicht genau bestimmt werden und verschwimmt in nebulöser Vorzeit: Man weiß also nicht, wann die erste Schrift erfunden wurde. Von einigen Schriften lässt sich feststellen, dass sie entlehnt wurden, doch die Herkunft dieser entlehnten Schrift wiederum wird häufig ab einem gewissen Grad undeutlich und unterliegt Mutmaßungen. Dies gilt auch für die Schrift der germanischen Völker, für die Runen, bei denen von einer Entlehnung auszugehen ist.

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Runes. An Introduction

Kurzinfos

Autor: Ralph Warren Victor Elliott

 

Verlag: Manchester University Press / St. Martin’s Press

 

Veröffentlichung: 1989 (1959)


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Die Angst vor dem Opfer

Der Glaube an die Götter ist uns nicht von Klein auf eingebrannt. Er ist für uns keine Selbstverständlichkeit, er ist nicht gesichert und selbst wenn uns die Götter wieder und wieder Beweise liefern, so zweifeln wir doch jedes Mal erneut. Denn Beweise von der „anderen” Welt sind schwerlich Beweise, wie man sie in unserer materiellen Welt als solche annehmen würde.
Und so zweifeln wir und zweifeln wir. An manchen Tagen fragen wir uns sogar, ob es die Götter überhaupt gibt. Ob das nicht alles ein großes Hirngespinst ist, eine Hoffnung, die wir nicht loslassen, um nicht alleine dazustehen. Wie sagen die Atheisten doch gleich? Man glaubt, weil man die Vorstellung fürchtet, dass da doch nichts ist. Dass uns die Leere und Sinnlosigkeit verschlingt.

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Löwe von Piräus

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Handbuch der Runenkunde

Kurzinfos

Autor: Helmut Arntz

 

Verlag: Edition Lempertz

 

Veröffentlichung: 2007 (1944, 1. Auflage 1935)


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