Neue Blogbeiträge


Rezension: Runes. An Introduction

Kurzinfos

Autor: Ralph Warren Victor Elliott

 

Verlag: Manchester University Press / St. Martin’s Press

 

Veröffentlichung: 1989 (1959)


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Die Angst vor dem Opfer

Der Glaube an die Götter ist uns nicht von Klein auf eingebrannt. Er ist für uns keine Selbstverständlichkeit, er ist nicht gesichert und selbst wenn uns die Götter wieder und wieder Beweise liefern, so zweifeln wir doch jedes Mal erneut. Denn Beweise von der „anderen” Welt sind schwerlich Beweise, wie man sie in unserer materiellen Welt als solche annehmen würde.
Und so zweifeln wir und zweifeln wir. An manchen Tagen fragen wir uns sogar, ob es die Götter überhaupt gibt. Ob das nicht alles ein großes Hirngespinst ist, eine Hoffnung, die wir nicht loslassen, um nicht alleine dazustehen. Wie sagen die Atheisten doch gleich? Man glaubt, weil man die Vorstellung fürchtet, dass da doch nichts ist. Dass uns die Leere und Sinnlosigkeit verschlingt.

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Löwe von Piräus

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Handbuch der Runenkunde

Kurzinfos

Autor: Helmut Arntz

 

Verlag: Edition Lempertz

 

Veröffentlichung: 2007 (1944, 1. Auflage 1935)


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Steinplatte von Kylver

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Gastartikelreihe: Die Rückkehr der Stämme

Eine Rückkehr der Ásatrú scheint auch Jahre nach der Gründung einer Vielzahl von Gruppierungen nicht gelungen: Die Bemühungen von Eldaring, Verein für Germanisches Heidentum und Co können im besten Falle halbherzig genannt werden.

Es krankt an einer Beschäftigung mit der Thematik, die über Quellenkritik und Geschichtsinteresse hinausgeht, es mangelt an interdisziplinären Versuchen, die Alte Sitte aufzuarbeiten: Nicht nur in alten Manuskripten, Runeninschriften und archäologischen Funden müssen wir unseren Kult wiederentdecken, sondern insbesondere im Menschen selbst. Soziologische und anthropologische Untersuchungen fehlen aber bis heute auf diesem Gebiet nahezu vollständig.

 

Askatasuna ist ein langjähriger Freund von mir; derjenige, mit dem ich am meisten gemein habe und von dem mich am meisten scheidet, der ewige Widersacher in Gesprächen und der Teufel, der meine Weltsicht wie kein anderer hinterfragt hat. Er hat sich bereit erklärt, seine Sicht der Dinge – die sozialwissenschaftliche – darzustellen. Nicht in allen Punkten stimmen wir überein, aber seine Analyse ist scharfsinnig und äußerst treffend. Sie untergräbt das „moderne Heidentum“ und fällt ein vernichtendes Urteil.

 

Der Text, für Eichenstamm leicht angepasst, ist komplex und schwierig – denn die Themen sind komplex und schwierig. Der Versuch einer umfassenderen Vereinfachung wurde rasch aufgegeben, der Inhalt hätte darunter gelitten. Insbesondere der erste Teil ist kompliziert, viele Grundlagen werden in wenige Zeilen gepresst. Aber sie sind notwendig, um die weiteren Gedankengänge nachzuvollziehen. Und: Es sind keine philosophischen Betrachtungen, die man sich interessehalber zu Gemüte führen möchte. Es sind Analysen und Zukunftsperspektiven, die jeden Asentreuen betreffen.

 

Aufgrund der Länge der insgesamt drei Artikel habe ich sie jeweils in der Mitte aufgetrennt und so in 6 kleinere Artikel aufgeteilt. Dadurch hoffe ich die Lesbarkeit zu erhöhen und der kurzen Konzentrationsspanne, die unsere Gesellschaft leider mitbringt (mich eingeschlossen), so etwas entgegen zu kommen.

Der erste Teil wird nächste Woche veröffentlicht.

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Sorcery and Religion in Ancient Scandinavia - Varg Vikernes

Kurzinfos

Autor: Varg Vikernes

 

Verlag: Selfpublishing

 

Veröffentlichung: 2011


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Schamanismus

Bei modernen Asentreuen wird sehr häufig der Begriff Schamanismus gefunden, sei es als esoterischer Weg der Selbsterkenntnis und Heilung (siehe etwa Edred Thorsson), sei es als Attribut für Odin, dessen Tierverwandlungen, Selbstopfer und Rolle als Wanderer zwischen den Welten den Schamanen par excellence darzustellen scheinen. Hin und wieder trifft man auf Gegenmeinungen, die betonen, der Schamanismus stamme ursprünglich aus Sibirien, in der Masse gehen diese allerdings unter. Neben zahllosen modernen Runenmagiern und Heilpraktikern, die sich auf den Schamanismus beziehen, wirken vor allem andere indigene Urkulturen als gute Gegenbeispiele, nord- und südamerikanische Völker etwa, afrikanische Gruppen und die Samen aus Lappland, bei denen man Schamanismus ebenso vorzufinden glaubt. Bei all diesen Stämmen sind „schamanische” Riten und Personen bezeugt. Ist damit also belegt, dass Schamanismus eben nicht nur aus Asien stammt und auch für den europäischen Norden angewandt werden kann?

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Paganism Explained - Part I: Þrymskviða - Varg Vikernes

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Autor: Varg Vikernes, Marie Cachet

 

Verlag: Selfpublishing

 

Veröffentlichung: 2017


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Rind: Primärquellen

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Rind: Zusammenfassung

Rind ist die Mutter Vális und wird nur in diesem Zusammenhang eindeutig genannt. Abgesehen davon ist wenig über sie überliefert, Name und Rolle als Mutter eines vermuteten Frühjahrsgottes legen allerdings eine Nähe zu einer Vegetationsgöttin nahe. Laut Gylfaginning gehört sie zu den Asen.

Eventuell stammt der Name Rind von Vrindr ab, was dem Stabreim in Balders draumar 11 entgegenkommen würde (Simek). Vrindr könnte dann so viel wie „Efeu” bedeuten (Chiesa Isnardi). In diesem Falle finden wir ein Überbleibsel des Namens vielleicht in dem schwedischen Ortsnamen Vrinnevi (von „Wrindawi”), wobei „-vi” sowohl Heiligtum (Brate) als auch Wald, von „viþi”, bedeuten könnte (Simek). Ein Kultort der Göttin an dieser Stelle ist also denkbar, wenn auch nicht erwiesen.
Außerdem, weniger wahrscheinlich, könnte der Name auch aus der indoeuropäischen Wurzel *wer stammen, das „bedecken”, „schließen” bedeutet, an das serbische rudina erinnern („Wiese”), oder vom indoeuropäischen *wren, „spritzen” kommen (Chiesa Isnardi).
Grimm führt den Namen auf das althochdeutsche rinta bzw. das angelsächsische rind zurück, also „Baumrinde”. Dahn sieht in ihr vielmehr die Erdrinde.

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Váli: Zusammenfassung

Váli ist der Sohn Odins und der Rinda und der Rächer Balders. Er wird als tapfer im Kampf und als guter Bogenschütze beschrieben (Gylf. 30). Das und die vermutete Beziehung zum Frühling könnten darauf hindeuten, dass sein römisches Pendant Apollon ist (Dahn).

Die Deutung seines Namens bringt Schwierigkeiten mit sich und ist nicht abschließend geklärt. Vielleicht heißt Váli — von „wanilo” kommend — so viel wie „der Kleine der Vanen” oder „kleiner Kämpfer” (Chiesa Isnardi u.a.), Nordenstreng formulierte die These, der Name stamme aus dem Urnordischen „waihalaR”, „der Streitbare”. Simek verwirft beide Theorien und bietet keinen Lösungsvorschlag an.
Snorri nennt außerdem den Namen Áli als Alternative („Áli oder Váli heißt ein anderer …”, Gylf. 30), Chiesa Isnardi verweist jedoch darauf, dass Váli und Áli in den Thulur zwei verschiedene Charaktere zu sein scheinen.
Als einen weiteren möglichen Namen erwähnt Golther Ran, der im Grógaldr 6 genannt wird: „þann gól Rindi Rani” („Es sang Rind dem Ran”).

Mit Váli, der als Lokis Sohn genannt wird, hat Odins Sohn Váli nichts zu tun.

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Váli: Primärquellen

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