Alte Sitte und Asentreue




Gerade in Arbeit ...

... der letzte Skaldikartikel zum Thema Nið und Neidingswerk,

... ein Artikel zum Schamanismus in der nordischen Kultur,

... eine neue Unterseite zu Paläographie, also dem Lesen mittelalterlicher Texte,

... ein Artikel zum Thema Brakteaten,

... eine umfassende Aufarbeitung des Themas "Runen". Der Aufwand ist gewaltig, noch stecke ich in der Lektüre. Die ersten Artikel kommen voraussichtlich im Sommer/Herbst.

... und - unübersehbar die ganze Webseite. Ich hoffe, das geht schnell über die Bühne, insbesondere kleinere gestalterische Fehler werden aber vermutlich hartnäckig auszumerzen sein. Besondere Baustellen sind die umfassenderen Seiten wie "Runen" oder "Edden", es kann auch sein, dass die eine oder andere Seite kurzzeitig abgeschaltet wird - also nicht erschrecken, wenn eine Seite plötzlich verschwunden ist.

Neu dagegen ...

... eine neue Unterseite „Philologie”: Ziel ist es, die Arbeit verständlich zu machen, die hinter sämtlichen Schritten der Forschungen stehen, um Edden, Sagas oder andere Texte aus dem Mittelalter für uns lesbar zu machen.

... die Unterseite „Alte Sitte”; die Artikel werden innerhalb der nächsten Wochen freigeschaltet.

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Rind: Zusammenfassung

Rind ist die Mutter Vális und wird nur in diesem Zusammenhang eindeutig genannt. Abgesehen davon ist wenig über sie überliefert, Name und Rolle als Mutter eines vermuteten Frühjahrsgottes legen allerdings eine Nähe zu einer Vegetationsgöttin nahe. Laut Gylfaginning gehört sie zu den Asen.

Eventuell stammt der Name Rind von Vrindr ab, was dem Stabreim in Balders draumar 11 entgegenkommen würde (Simek). Vrindr könnte dann so viel wie „Efeu” bedeuten (Chiesa Isnardi). In diesem Falle finden wir ein Überbleibsel des Namens vielleicht in dem schwedischen Ortsnamen Vrinnevi (von „Wrindawi”), wobei „-vi” sowohl Heiligtum (Brate) als auch Wald, von „viþi”, bedeuten könnte (Simek). Ein Kultort der Göttin an dieser Stelle ist also denkbar, wenn auch nicht erwiesen.
Außerdem, weniger wahrscheinlich, könnte der Name auch aus der indoeuropäischen Wurzel *wer stammen, das „bedecken”, „schließen” bedeutet, an das serbische rudina erinnern („Wiese”), oder vom indoeuropäischen *wren, „spritzen” kommen (Chiesa Isnardi).
Grimm führt den Namen auf das althochdeutsche rinta bzw. das angelsächsische rind zurück, also „Baumrinde”. Dahn sieht in ihr vielmehr die Erdrinde.

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Váli: Zusammenfassung

Váli ist der Sohn Odins und der Rinda und der Rächer Balders. Er wird als tapfer im Kampf und als guter Bogenschütze beschrieben (Gylf. 30). Das und die vermutete Beziehung zum Frühling könnten darauf hindeuten, dass sein römisches Pendant Apollon ist (Dahn).

Die Deutung seines Namens bringt Schwierigkeiten mit sich und ist nicht abschließend geklärt. Vielleicht heißt Váli — von „wanilo” kommend — so viel wie „der Kleine der Vanen” oder „kleiner Kämpfer” (Chiesa Isnardi u.a.), Nordenstreng formulierte die These, der Name stamme aus dem Urnordischen „waihalaR”, „der Streitbare”. Simek verwirft beide Theorien und bietet keinen Lösungsvorschlag an.
Snorri nennt außerdem den Namen Áli als Alternative („Áli oder Váli heißt ein anderer …”, Gylf. 30), Chiesa Isnardi verweist jedoch darauf, dass Váli und Áli in den Thulur zwei verschiedene Charaktere zu sein scheinen.
Als einen weiteren möglichen Namen erwähnt Golther Ran, der im Grógaldr 6 genannt wird: „þann gól Rindi Rani” („Es sang Rind dem Ran”).

Mit Váli, der als Lokis Sohn genannt wird, hat Odins Sohn Váli nichts zu tun.

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Váli: Primärquellen

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