Rezension: Runes. An Introduction

Kurzinfos

Autor: Ralph Warren Victor Elliott

 

Verlag: Manchester University Press / St. Martin’s Press

 

Veröffentlichung: 1989 (1959)


Gestaltung

Informationen

Quellentreue


Dieses Werk von R. W. V. Elliott umfasst nur knapp 150 Seiten, gibt aber dennoch einen umfassenden Überblick über das Thema Runen. Es ist in englischer, aber leicht verständlicher Sprache verfasst.
Das Buch gehört zu den älteren seines Genres: Es entstand kurz nach dem 2. Weltkrieg, die Forschungssituation ist daher nicht auf dem neuesten Stand. Bemerkbar wird dies etwa, da Runenfunde wie die Fibel von Meldorf fehlen, welche die Forschungsdiskussion ja doch ein Stück vorangetrieben hat.
Elliott legt seinen Schwerpunkt nicht auf die Runenfunde an sich wie es etwa Klaus Düwel oder Arnulf Krause tun, stattdessen gleicht der Aufbau seines Buches eher dem von Helmut Arntz, wenn es sich auch – trotz Fremdsprache – weitaus leichter lesen lässt und nicht ganz so linguistisch auftritt.

Elliott befasst sich insbesondere mit der Herkunft der Runen, wobei er ebenso wie Arntz für die etruskische These plädiert (und diesen auch öfter zitiert). Er geht detailliert auf die weiteren Entwicklungen des Futharks in den verschiedenen Gebieten ein und beschreibt jede kurz. Das angelsächsische Futhorc nimmt dabei eine Sonderstellung ein, ihm sind dabei zwei Kapitel gewidmet (eines zur Entwicklung, ein weiteres über Runenfunde). Des Weiteren geht Elliott auf Runennamen sowie Runengebrauch ein, wobei er sich hier auf die Seite jener Forscher stellt, die insbesondere in den ersten Runeninschriften klar magische Relikte sehen.
All diese Themen und Forschungen werden unterstrichen von zahllosen Runenfunden, die Elliott vorstellt, übersetzt und interpretiert.

Insgesamt ist das Buch eine kurze und kurzweilige Einführung in die Runenkunde, die in Bezug auf die Schwierigkeit der Lektüre zwischen Arnulf Krause und Klaus Düwel steht: Es ist weitaus leichter zu verstehen als Düwel, die Gedanken werden aber klarer und strukturierter dargestellt als es bei Krause der Fall ist. Insofern ist dieses Buch meine Erstempfehlung, wenn sich jemand über das Thema Runen informieren möchte.

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